Einleitung: Kompostieren mit Kindern – Der lustige Einstieg ins Zero Waste
Kompostieren mit Kindern verwandelt Alltagsabfälle in nährstoffreichen Dünger und öffnet die Tür zu nachhaltigem Leben. Der Bioabfall-Eimer, der oft überquillt, wird zum spannenden "Zauberhaufen". Kinder entdecken dabei, wie Küchenreste zu Humus werden – ein Prozess, der Biologie, Verantwortung und Umweltschutz spielerisch vermittelt.
In Deutschland entstehen in privaten Haushalten jährlich rund 6 Millionen Tonnen Bioabfall (Umweltbundesamt, 2022). Viele Portionen landen auf Deponien und setzen Methan frei, ein Treibhausgas, das den Klimawandel verstärkt. Kompostieren stoppt diesen Kreislauf, indem es den Abfall vor Ort zersetzt.
Vorteile für Familie und Umwelt
Kompostierung reduziert das Müllvolumen erheblich und spart so Gebühren für Bioabfallentsorgung. Der fertige Kompost düngt Gärten oder Balkonbeete natürlich. Für Kinder wird aus Pflicht ein Abenteuer: Sie beobachten Würmer, Insekten und den Zersetzungsprozess, lernen Kreisläufe der Natur kennen.
Gärtnern mit Kindern ergänzt das perfekt. Aus Kompost wachsen Tomaten, Kräuter oder Blumen – greifbare Erfolge motivieren. Der Einstieg ins zero waste beginnt klein: Sammelt Schalen, Blätter und Grünabfälle gezielt.
Warum mit Kindern starten?
Kinder ab 4 Jahren fassen den Kompostprozess als Magie auf. Sie sortieren Abfälle, mischen Schichten und gießen. Das fördert Feinmotorik, Geduld und Neugier. Ältere Kinder bauen Komposter selbst – aus Holzpaletten oder Eimern. So entsteht Eigenverantwortung und Wissen über Nachhaltigkeit.
Der Artikel bietet schrittweise Anleitungen: Von der Komposter-Auswahl über Materialtipps bis altersgerechte Spiele. Probiert es aus – Abfall wird zu Gold, der Alltag entspannter und die Welt grüner.
Die Bedeutung von Zero Waste im Familienalltag: Weniger Abfall, mehr Entspannung
Zero Waste Haushalt als smarte Familienstrategie
Ein zero waste haushalt geht über Trends hinaus und stellt eine praktische Herangehensweise dar, die Familien hilft, ihren Alltag zu vereinfachen. In Deutschland entsteht pro Person und Jahr rund 510 kg Abfall aus privaten Haushalten, wobei Familien durch Artikel wie Windeln oder Snacks häufig höhere Mengen produzieren (Statistisches Bundesamt, 2022). Vollständiges Zero Waste bleibt selten, doch signifikante Reduktionen sind machbar und bringen spürbare Entlastung.
Der Ansatz basiert auf den fünf R-Regeln: Refuse (verweigern), Reduce (reduzieren), Reuse (wiederverwenden), Recycle (recyceln) und Rot (kompostieren). Für Familien bedeutet das weniger Chaos in der Küche, kürzere Putzroutinen und mehr Zeit für gemeinsame Momente. Kinder beobachten diese Prinzipien und internalisieren sie früh, was langfristig zu bewussterem Konsum führt.
Nachhaltig leben mit Kindern durch kleine Schritte
Nachhaltig leben mit Kindern startet oft mit einfachen Maßnahmen wie dem Kompostieren. Bioabfälle wie Obstschalen, Gemüsereste oder Kaffeesatz machen etwa 30 Prozent des Haushaltsabfalls aus und lassen sich so direkt in nährstoffreichen Boden umwandeln. Das schont Deponien und fördert natürliche Kreisläufe.
Integriert man Kompost in den Alltag, lernen Kinder den Wert von Ressourcen. Sie können mithelfen, Abfälle zu sortieren, was spielerisch Verantwortungsbewusstsein aufbaut. Ergänzend wirken sich Maßnahmen wie das Vermeiden von Einwegverpackungen positiv aus – weniger Müll bedeutet weniger Stress beim Wocheneinkauf und mehr Ordnung zu Hause.
Plastikfrei leben für eine gesündere Zukunft
Plastikfrei leben ergänzt Zero Waste ideal und schützt vor Mikroplastik in der Nahrung. Jährlich gelangen schätzungsweise 8 Millionen Tonnen Plastikmüll in die Meere, was die gesamte Nahrungskette belastet (IUCN, 2017). In Familienhaushalten reduzieren Stofftaschen oder Gläser für Vorräte nicht nur Abfall, sondern auch Belastungen für die Umwelt.
Kinder profitieren direkt: Weniger Plastik in Spielzeug oder Verpackungen minimiert Kontakte zu Schadstoffen. Der Einstieg gelingt mit Bioabfall als Fokus – wechselt zu Mehrwegprodukten und seht, wie der Wochenmüll schrumpft. Das führt zu entspannteren Routinen, da weniger Trennen und Wegbringen ansteht.
Kompostieren mit Kindern: Der perfekte Einstieg für kleine Helfer
Kompostieren mit Kindern fasziniert jung und alt gleichermaßen: Aus Alltagsabfällen wie Bananenschalen entsteht nährstoffreicher Dünger. Dieser Prozess weckt Neugier auf natürliche Kreisläufe und stärkt das Verantwortungsgefühl. Viele Familien integrieren das tägliche Sortieren in den Rhythmus – Kinder freuen sich über die 'Fütterung' der Kompostanlage.
Die Fakten hinter dem Familienkompost
Ein typischer Familienkomposter verarbeitet jährlich 300 bis 500 Kilogramm Bioabfall. Das spart nicht nur Müllgebühren in Höhe von 20 bis 30 Euro, sondern reduziert auch den Abtransport von organischen Resten. Diese Angaben stammen vom Verband Kompost & Biogas e.V., der praxisnahe Daten für Privathaushalte liefert.
Warum das ideal für die Erziehung ist
Kinder lernen durch Beobachtung, wie Bakterien, Würmer und Pilze Abfall innerhalb von 6 bis 12 Monaten in fruchtbaren Humus umwandeln. Dieser aerobe Zersetzungsprozess demonstriert nachhaltige Kreisläufe greifbar und reduziert Frustration, da erste Erfolge schnell sichtbar werden. Pädagogisch fördert es Umweltbewusstsein – Kita-Projekte zeigen messbare Effekte, wie das FiBL-Material 'Kompostieren mit Kindern' aus dem Jahr 2021 beschreibt.
So startet ihr klein und effektiv
Beginnt mit einem einfachen Eimer unter der Küchenspüle für Küchenabfälle. Mischet grüne (feuchte) Materialien wie Gemüsereste mit braunen (trockenen) wie Laub oder Pappe im Verhältnis 1:2, um den Kompost luftig zu halten. Regelmäßiges Wenden sorgt für Sauerstoffzufuhr und verhindert Gerüche. Bald entsteht dunkler, krümeliger Humus – perfektes "schwarzes Gold" für Beete und Blumenkästen. Kinder spüren Stolz, wenn der Garten davon profitiert.
Praktische Tipps für den Einstieg
Wählt einen schattigen, windgeschützten Platz im Garten für den Komposter. Vermeidet Fleisch, Fette oder Zitrusreste, da sie Schädlinge anlocken. Bei Wurmkompostierung – ideal für Balkone – sorgen Kompostwürmer für rasche Verarbeitung bei Raumtemperatur. Regelmäßiges Messen der Temperatur (optimal 50-60 °C im Kern) macht es zu einem spannenden Experiment. So wird Nachhaltigkeit zum Familienabenteuer.
Entwicklungsförderung durch Kompost: Gartenarbeit mit Kindern neu entdecken
Feinmotorik und Sensomotorik stärken
Beim Kompostieren greifen Kinder zu Werkzeugen wie Schaufeln, Gabeln oder Händen, um Laub, Küchenabfälle und Erde zu mischen. Diese Bewegungen trainieren die Feinmotorik gezielt. Sie lernen, feine Griffe zu dosieren, Materialien zu zerreiben und Schichten aufzubauen. Solche haptischen Erfahrungen fördern die Koordination von Augen und Händen, was sich positiv auf das Schreiben oder Zeichnen auswirkt.
Geduld und Verantwortungsbewusstsein aufbauen
Kompost braucht Zeit – von Wochen bis Monaten, bis Abfall zu nährstoffreicher Erde wird. Kinder lernen, Prozesse abzuwarten, ohne sofortiges Ergebnis zu erwarten. Regelmäßiges Umgraben oder Feuchten des Haufens schult Ausdauer. Gleichzeitig entsteht Empathie: Würmer und Mikroorganismen als 'Helfer' zu sehen, weckt Respekt vor Lebewesen.
Garten mit Kindern: Biologie hautnah erleben
Warum zersetzt sich Obst? Warum leben Würmer im Kompost? Diese Fragen machen Biologie greifbar. Kinder beobachten den Zersetzungsprozess: Bakterien und Pilze bauen organische Stoffe ab, Würmer belüften den Haufen. Studien belegen, dass solche Aktivitäten die Konzentration bei 3- bis 6-Jährigen um 15-20 % verbessern (Deutsche Gesellschaft für Garten- und Landschaftsarchitektur). Es entsteht Verständnis für Kreisläufe in der Natur.
Routine etablieren wie im nachhaltiger Kindergarten
Tägliche Checks des Komposthaufens schaffen Struktur im Alltag. Kinder übernehmen Aufgaben im Team: Wer mischt heute? Wer trägt Abfälle? Ein Kompost-Tagebuch verstärkt das: Zeichnungen oder Notizen zum Feuchtigkeitsgrad, Geruch oder Insekten. Das fördert Kreativität und Beobachtungsgabe.
Langfristige Vorteile für Gesundheit und Umwelt
Mehr Zeit draußen bedeutet weniger Bildschirmzeit und stärkere Naturverbundenheit. Kinder essen öfter Gemüse, wenn sie es selbst anbauen – mit selbstgemachter Komposterle düngen. Das schafft Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Selbstversorgung.
Praktischer Tipp für motivierendes Lernen
Feiert Erfolge mit einer Kompost-Party, sobald die Erde fertig ist: Gemeinsam pflanzen und den ersten Einsatz der Humus feiern. So wird Lernen zu einem entspannten Abenteuer.
Schritt-für-Schritt: Hochbeet als Familien-Komposter bauen
Benötigte Materialien
Ein platzsparender Komposter im Hochbeet-Format eignet sich ideal für Balkon oder Garten. Für eine Grundfläche von etwa 1 x 1 Meter benötigen Sie Palettenholz, das oft kostenlos über Kleinanzeigen erhältlich ist, Drahtgeflecht für die Belüftung sowie Schrauben und Werkzeug. Die Gesamtkosten liegen bei rund 50 Euro, abhängig von regionalen Preisen für Draht und Befestigungsmaterial.
Schritt 1: Den Rahmen zusammenbauen
Beginnen Sie mit dem Zusammenbau der vier Seitenwände aus Palettenholz. Schneiden Sie die Platten passend zu und nageln oder schrauben Sie sie zu einem stabilen Rechteck. Achten Sie auf eine Höhe von mindestens 80 Zentimetern, damit der Kompostprozess optimal abläuft. Für den Boden spannen Sie Drahtgeflecht auf, um Luftzirkulation und Drainage zu gewährleisten – Würmer und Mikroorganismen brauchen Sauerstoff.
Schritt 2: Die Schichten anlegen
Füllen Sie den Komposter schrittweise. Unten eine Schicht grober Zweige als Drainageschicht, gefolgt von Grünschnitt und Küchenresten wie Gemüseschalen oder Kaffeesatz. Oben streuen Sie Gartenerde oder bereits fertigen Kompost ein. Diese Braun-Grün-Verteilung sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis von Kohlenstoff und Stickstoff, wie es in Standard-Kompostieranleitungen empfohlen wird.
Kinder aktiv einbinden
Jüngere Kinder können Äste und Zweige stapeln, was ihre Feinmotorik fördert. Ältere übernehmen das Bohren von Belüftungslöchern im Holz unter Aufsicht. Der gesamte Bau dauert etwa 2 Stunden und wird so zu einem gemeinsamen Familienprojekt, das Neugier auf natürliche Kreisläufe weckt.
Variante für den Balkongarten
Auf engem Raum reicht ein 60-Liter-Karton mit gebohrten Löchern als Alternative. Stapeln Sie darin ähnlich: Zweige unten, organische Abfälle oben und Erde als Deckschicht. Regelmäßiges Wenden hält den Prozess in Gang.
Tipp: Würmer für schnellere Ergebnisse
Fügen Sie 10 bis 20 Kompostwürmer hinzu – sie beschleunigen die Zersetzung erheblich. Der Kompost-Verein Bayern empfiehlt dies für effiziente Heimkomposter und gibt detaillierte Pflegetipps.
Sicherheit geht vor
Tragen Sie immer Handschuhe, runden Sie scharfe Kanten ab und lagern Sie Werkzeug außer Reichweite. So bleibt das Basteln risikofrei und fördert verantwortungsvolles Handeln.
Täglich kompostieren: Abfälle sammeln und pflegen
Eine einfache Routine unter der Spüle starten
Beginnen Sie mit einem glasbehälter lebensmittel-Abfällen direkt unter der Spüle. Sammeln Sie hier Schalen von Obst und Gemüse sowie Kaffeesatz. Diese Materialien zählen zu den grünen Abfällen, die reich an Stickstoff sind und den Mikroorganismen Nahrung bieten.
Balancieren Sie diese mit braunen Abfällen aus, wie trockenen Blättern, Pappe oder zerrissenem Papier. Die optimale Mischung liegt bei einem Volumenverhältnis von etwa 50:50, wie es die US-Umweltschutzbeiträge empfehlen. Vermeiden Sie Fleisch, Milchprodukte und Fette, da diese Gerüche verursachen und Schädlinge anlocken können.
Kinder einbinden: Bohnensprossen ziehen als spielerischer Einstieg
Machen Sie den Einstieg für Kinder spannend, indem Sie bohnensprossen ziehen direkt im Kompostbehälter ausprobieren. Bohnen oder Linsen in einem feuchten Tuch keimen schnell und demonstrieren, wie organische Stoffe sich zersetzen und nähren.
Sammeln Sie Abfälle in einem atmungsaktiven Wetbag, der Überreste wöchentlich in den Kompostbehälter kippt. Halten Sie die Mischung feucht wie eine ausgedrückte Schwamm, aber lüften Sie regelmäßig, um Schimmel zu verhindern. Nach etwa 3 Monaten reift der Kompost zu dunklem, krümligem Humus, wie es gärtnerische Standardrätgeber beschreiben.
Häufige Fehler vermeiden und Routine optimieren
Wird der Kompost zu naß, streuen Sie Zeitungsreste oder trockenes Laub darüber, um Feuchtigkeit zu binden. Ein praktischer Behälter wie die IKEA Samla-Box mit 11 Litern Fassungsvermögen reicht für eine Woche Haushaltsabfälle einer vierköpfigen Familie.
Diese Methode spart Zeit beim Abfalltrennen und fördert bei Kindern Disziplin durch klare Regeln. Regelmäßiges Umrühren sorgt für Sauerstoffzufuhr und beschleunigt den Prozess.
Vom Kompost zum Ertrag: Kresse anbauen und mehr mit Eigen-Dünger
Reifer Kompost liefert wertvolle Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor, die Pflanzenwachstum fördern. Durch die Zugabe von 20 % Kompost in die Erde wird der Boden locker und fruchtbar. Das macht ihn ideal für den Einstieg in nachhaltiges Gärtnern mit Kindern.
Kresse anbauen: Schneller Erfolg für kleine Gärtner
Kresse anbauen ist perfekt für Familien, da sie extrem schnell keimt. Streuen Sie die winzigen Samen gleichmäßig in flache Töpfe oder Schalen. Mischen Sie zuvor 20 % reifen Kompost unter die Gartenerde – das sorgt für optimale Feuchtigkeit und Nährstoffe. Die Royal Horticultural Society bestätigt, dass Kresse in 2–7 Tagen keimt. Halten Sie die Erde feucht, aber nicht nass, bei Raumtemperatur. Nach 7–10 Tagen können Kinder die ersten Triebe ernten. Das motiviert und zeigt direkt den Kreislauf von Abfall zu Ernte.
Sonnenblumen pflanzen: Spaß am Messen und Warten
Sonnenblumen pflanzen weckt Begeisterung, weil sie beeindruckend hoch werden. Wählen Sie Samen robuste Sorten wie Helianthus annuus. Graben Sie Löcher in nährstoffreiche Erde mit Kompostanteil, setzen Sie die Samen 1–2 cm tief und gießen Sie mäßig. Kinder können das Wachstum wöchentlich messen – viele Sorten erreichen bis zu 3 m Höhe. Die RHS empfiehlt sonnige Standorte und lockeren Boden, der durch Kompost verbessert wird. Im Herbst liefern sie nicht nur Samen zum Naschen, sondern auch Vögeln Futter.
Schnell wachsende Pflanzen wie Radieschen: Frischer Biss nach kurzer Zeit
Schnell wachsende Pflanzen wie Radieschen eignen sich hervorragend für den Kompost-Dünger. Säen Sie die Samen 0,5 cm tief in Reihen, mit Kompost angereicherter Erde. Sie benötigen volle Sonne und regelmäßiges Gießen. Nach etwa 4 Wochen ist die Ernte reif, wie die RHS angibt. Die knackigen Knollen sind vitaminreich und regen zum Probieren an – ideal für ein Familien-Naschbeet.
Pflegeleichte Pflanzen: Wenig Aufwand, großer Ertrag
Pflegeleichte Pflanzen wählen bedeutet, lockere Erde mit Kompost anzureichern und auf Staunässe zu achten. Solche Mischungen fördern Wurzelwachstum und Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge. Das Ergebnis: Ein vitaminreiches Beet, das wöchentlich Erträge bringt. So schließt sich der Zero-Waste-Kreislauf – von Küchenabfällen über Kompost zu frischem Grünzeug.
Zero Waste erweitern: Holzspielzeug und Co. für langlebigen Alltag
Der Einstieg ins Kompostieren legt den Grundstein für ein nachhaltiges Familienleben. Von hier aus lassen sich Zero-Waste-Gewohnheiten schrittweise ausbauen. Praktische Wechsel wie langlebige Materialien und Second-Hand-Optionen sparen Ressourcen und machen den Alltag entspannter.
Warum Holzspielzeug die bessere Wahl ist
Holzspielzeug ersetzt Plastikspielzeug ideal. Es hält Jahre, bricht selten und ist frei von Schadstoffen. Kinder entwickeln durch natürliche Formen mehr Kreativität, da Bauklötze oder Figuren offene Spielmöglichkeiten bieten. Im Vergleich zu Einwegplastikprodukten minimiert es Abfall langfristig. Viele Hersteller nutzen nachwachsende Rohstoffe wie Buche oder Fichte aus nachhaltiger Forstwirtschaft.
Baumwolltaschen für den Einkauf mit Kindern
Baumwolltaschen sind robust und waschbar, perfekt für wöchentliche Einkäufe. Sie ersetzen Plastiktüten vollständig und passen in jede Kinderwagentaschen. Wählen Sie Modelle mit Bio-Baumwolle, um Pestizide zu vermeiden. So fördern Sie von klein auf bewussten Umgang mit Verpackungen – ein kleiner Schritt mit großer Wirkung im Haushalt.
Second Hand Kinderbekleidung entdecken
Second hand kinderbekleidung über Plattformen wie Vinted macht den Kleiderschrank flexibel und günstig. Kleidung wächst mit, wird geteilt und landet nicht früh im Müll. In Deutschland fallen jährlich rund 400.000 Tonnen Textilabfälle an (UBA, 2023). Second-Hand-Optionen bremsen diesen Kreislauf nachweislich.
Second Hand Babykleidung für Neugeborene
Second hand babykleidung eignet sich besonders gut, da Babys Kleidung rasend schnell auswachsen. Saubere, hochwertige Sets aus Baumwolle finden sich leicht gebraucht. Das spart nicht nur Geld, sondern schont auch Wasser und Energie in der Textilproduktion. Prüfen Sie immer Etiketten auf Material und Pflegehinweise für Langlebigkeit.
Upcycling-Projekte mit den Kindern
Kinder basteln Upcycling-Spielzeug aus Altem wie Stoffresten oder Holzschnipseln. Einfache Anleitungen – etwa Puppen aus Socken oder Türme aus Kartons – wecken Bastelspaß. Solche Aktivitäten verbinden Spaß mit Lernen über Kreisläufe. Materialien aus dem Haushalt reichen aus, und das Ergebnis ist einzigartiges Spielzeug, das Emotionen schafft.
Diese Ansätze machen Zero Waste greifbar. Sie reduzieren Aufwand, stärken Bindung und zeigen Kindern nachhaltiges Handeln vor.
Herausforderungen meistern: Geruch, Insekten & Motivation halten
Geruch kontrollieren
Ein häufiges Problem beim Kompostieren mit Kindern ist unangenehmer Geruch. Er entsteht meist durch ein Ungleichgewicht: Zu viel Grünabfall wie Küchenreste oder frisches Gras führt zu einem Überschuss an Stickstoff. Die Lösung liegt im Balancieren mit Braunmaterialien wie trockenen Blättern, Pappe oder Stroh. Streben Sie ein Verhältnis von etwa 1 Teil Grün zu 3 Teilen Braun an, um den Kompost luftig und aerob zu halten. Regelmäßiges Wenden alle zwei Wochen unterstützt den Abbau und verhindert Faulgerüche.
Insekten fernhalten
Insekten wie Fruchtfliegen tauchen auf, wenn offene Feuchtigkeit vorhanden ist. Decken Sie den Kompostbehälter mit einem feinmaschigen Netz ab, das Luftzirkulation erlaubt, aber Zugang verwehrt. Alternativ eignen sich verschließbare Tonnen. Eine clevere Ergänzung: insektenhotel basteln als Familienprojekt. Solche Hotels ziehen Nützlinge wie Marienkäfer und Laufkäfer an, die Schädlinge natürlich regulieren. Der Naturschutzbund beschreibt detaillierte Anleitungen mit Materialien aus dem Gartenabfall.
Motivation langfristig sichern
Kinder verlieren schnell das Interesse. Zeichnen Sie wöchentliche Charts mit Fortschritten, wie Volumenreduktion oder Temperaturanstieg. Feiern Sie Meilensteine, etwa die erste Ernte reifen Komposts für Blumenkästen. Bei Rückschlägen wie Geruchsentwicklung betonen Sie Lernen statt Scheitern: Analysieren Sie gemeinsam die Ursache und starten Sie neu. Eine bewährte Methode sind wöchentliche Kompost-Meetings, in denen alle Familienmitglieder beitragen und Erfolge teilen. So wird Zero Waste zum spannenden Abenteuer.
Fazit: Startet euer Familienabenteuer – Abfall zu Gold!
Kompostieren mit Kindern verändert den Familienalltag nachhaltig. Es verbindet den Einstieg in Zero Waste mit wertvoller Erziehung und spielerischer Freude. Organische Abfälle werden zu nährstoffreichem Humus, der Gärten bereichert und den Kreislauf der Natur lehrt.
Warum es die Familie stärkt
Bei solchen gartenprojekte mit kindern lernen Kinder Verantwortung für die Umwelt. Sie beobachten, wie Küchenreste zu fruchtbarem Boden werden – ein Prozess, der Neugier weckt und Geduld fördert. Studien zeigen, dass Kinder durch praktische Naturaktivitäten ihr Umweltbewusstsein stärken. Der BUND betont in seiner Anleitung, dass Kompostieren altersgerecht vermittelt werden kann, von der Vorschule bis zur Oberstufe.
Praktische Umsetzung im Alltag
Der Übergang zu Abfall zu Gold beginnt klein: Mit einem einfachen Komposter auf Balkon oder Garten. Regelmäßiges Wenden und Feuchtigkeitscheck sorgen für Erfolg. Kinder übernehmen Aufgaben wie Sammeln oder Messen, was Eigeninitiative schult. So entsteht nicht nur weniger Restmüll, sondern auch ein tieferes Verständnis für Ressourcenschonung.
Langfristige Vorteile für Zero Waste
Kompost reduziert den Bioabfallanteil im Haushalt erheblich – in Deutschland sind das durchschnittlich 47 Kilogramm pro Person und Jahr, wie das Umweltbundesamt angibt (Quelle UBA). Dieser Humus verbessert Böden und spart Dünger. Familien profitieren von gesünderen Pflanzen und reduzierten Kosten.
Ressourcen zum Weiterlesen
Für detaillierte Schritte: Kompost-Anleitung BUND. Dort finden sich praxisnahe Tipps für den Familienstart ins Kompostieren. Happy composting!